Rama

 

Die Rama-Geschichte
Der französische Kaiser Napoleon lll. setzt zum Ende des 19. Jahrhunderts den stolzen Betrag von 100.000 Goldfranc als Belohnung für die Erfindung der ersten preiswerten Alternative zu Butter aus. Die rasant zunehmende Industrialisierung und die damit einhergehende Veränderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zwingen das Staatsoberhaupt zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme. Den Wettlauf um den dringend benötigten Energiespender gewinnt der Franzose Hippolyte Mège-Mouriès mit einer Creme aus zunächst rein tierischen Zutaten, die er Margarine nennt. Die Wortschöpfung setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort für Perle (márgaron), mit dem der französische Erfinder auf die schimmernde Oberfläche der Emulsion anspielt, und glycérine, der französischen Bezeichnung für einen süßlich schmeckenden Fettalkohol.

Das riesige Marktpotenzial der revolutionären Erfindung wird erstmalig vom Butterhändler Jan Jurgens aus Goch erkannt. Jurgens erwirbt 1870 das Patent und vertreibt zunächst regionale Marken. Die Vielfalt der Margarinemarken, die unter dem Dach Deutsche Jurgenswerke AG versammelt sind, ist schließlich so verwirrend, dass 1924 die Vermarktung unter der gemeinsamen Bezeichnung „Rahma“ beschlossen wird – um eine Verwechslung mit reinen Milchprodukten auszuschließen, wurde das „h“ später weggelassen.
Dennoch: Die mit dem neuen Namen geweckten Assoziationen zu Butter, Rahm und Sahne werden von den ersten Werbestrategen der Jurgenswerke natürlich einkalkuliert und durch den Zusatz „buttergleich“ noch unterstützt. Parallel zur Namensfindung wird auch die Figur des Rama-Mädchens kreiert, die bis heute zur hohen Wiedererkennbarkeit der Marke beiträgt.


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